Schwangerschaftsstreifen

Die Ausschüttung von Schwangerschaftshormonen ist für eine ganze Reihe Schwangerschaftsbeschwerden verantwortlich, so  auch für die Lockerung des Hautgewebes. In Kombination mit Dehnung des Bauchs (oder auch anderen Körperteilen) durch das wachsende Kind entstehen die berüchtigten Schwangerschaftsstreifen. Diese treten überwiegend in den letzten Schwangerschaftswochen auf, selbst in den letzten Tagen vor der Geburt (und darüber hinaus!) kann es dich noch ereilen. Das ist besonders ärgerlich, denn Schwangerschaftsstreifen, die roten bis violetten Dehnungsnarben im Gewebe an Bauch, Oberschenkeln, Po und/oder Brüsten bleiben für immer!

Neben der Hormonausschüttung und der Dehnung begünstigen genetische Faktoren das Auftreten von Dehnungsstreifen, wer allgemein unter einem schwachen Bindegewebe leidet ist eher davon betroffen. Auch der Ernährungsstil und der Wasserhaushalt im Körper beeinflussen das Risiko. Außerdem sind übergewichtige Frauen und Erstgebärende besonders betroffen. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 50-80% gehören Dehmungsstreifen zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden.

Auch wenn du gegen die Hornonausschüttung und gegen deine genetische Veranlagung nichts tun kannst, es gibt eine Reihe an Maßnahmen, die das Risiko unschöne Schwangerschaftsstreifen zu bekommen, verringern können.

So beugst du vor: Trinke viel und ernähre dich gesund! Ausreichend Flüssigkeitszufuhr versorgt die Haut gut mit Nährstoffen und Wasser, was die Haut elastischer macht.

Am besten du führst von Beginn an ein tägliches Pflegeritual ein: Massiere, möglichst nach dem Duschen, etwas Öl in die noch feuchte Haut ein. Dadurch entsteht eine Emulsion, die von der Haut besonders gut aufgenommen wird. Kreise zuerst mit deinen Fingerspritzen auf der gut geölten Haut von der Unterseite und den Seiten hin zum Nabel. Danach kannst du am Nabel mit der Zupfmassage beginnen: Nimm die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger, zupfe und rolle die Haut hin und her. Dabei lockerst du die Bauchmuskulatur und arbeitest gegen die Schwangerschaftsstreifen an. Falls dir die Zupfmassage unangenehm sein sollte, massiere die Stellen nur mit den Handflächen in kreisförmigen Bewegungen unter leichtem Druck. Danach sind die Oberschenkel und Po dran, massiere beides straff, wobei stets in Richtung Herz massiert werden sollte.

Wenn du zu den Risikoschwangeren zählst, zum Beispiel die Gefahr von vorzeitigen Wehen besteht, frage vor der Massage lieber deine Hebamme und/oder deinen Arzt ob diese Art der Vorbeugung für dich ok ist.

Natürliche Heilmittel: Für die Massage eignen sich viele Öle auf pflanzlicher Basis, wie Sesam oder Mandeln. Auch das Fruchtfleisch und Öl der Avocado eignet sich hervorragend, um Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen!